Willkommen im Club!

Die Mitglieder des Ruderclubs Blauweiss wollten sich am liebsten in ihren Booten zeigen. Die Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini wollten jedoch ein Szenario schaffen, an dem der Blick hängen bleibt, und stellten die Ruderer mit ihren „Werkzeugen“ in den Wald.
Von schrägen Hobbys und ausufernden Leidenschaften.

Was machen die Menschen, die am Samstagmorgen vor der Supermarktkassa in der Warteschlange stehen? Warum stehen sie so früh auf? Wie verbringen sie den Samstag? Was ist ihre Passion? Ausgehend von diesen Gedanken haben die Schweizer Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini durchinszenierte und arrangierte Gruppenbilder von Leuten, die sich regelmäßig im selben Interesse treffen, geschaffen.

Ursula Sprecher/Andi Cortellini: HobbyBuddies – Freizeitfreunde. / Kehrer Verlag / 29,90 Euro

Ursula Sprecher/Andi Cortellini: HobbyBuddies – Freizeitfreunde. / Kehrer Verlag / 29,90 Euro

Mehr als 60 Vereine, Stammtische, Clubs und Gruppen haben sie für die international ausgezeichnete Serie „HobbyBuddies“ por­trätiert. „Meistens weiß man nicht, wofür sich die Leute engagieren“, sagt Ursula Sprecher. Nur manche tragen T-Shirts mit der Aufschrift „Modellbauclub“ oder haben einen Sticker ihres Musikvereins am Heckfenster des Autos kleben. Oft blühen die Leidenschaften im Verborgenen oder teilweise im Verborgenen. Ein Verein oder ein Club ist eine Mischung aus persönlicher Passion und einer Verpflichtung, die man eingeht. Eine Verpflichtung, Termine einzuhalten, sich auszutauschen, Aufgaben zu übernehmen.

Nicht nur die Schweizer, auch die Österreicher gelten als VereinsmeierInnen. Fast die Hälfte ist Mitglied in zumindest einem Verein, viele sind es auch in gleich zwei oder drei. Während vor 20 Jahren die Beliebtheit von Vereinen merklich abgenommen hat, erfreut sich das Vereinswesen heute wieder zunehmender Beliebtheit, konstatiert Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung.

Lesen Sie weiter in der Printausgabe.

Hier geht’s zum Buch: http://www.sprechercortellini.ch/

 

Der Verein „chess4kids“ vermittelt Kindern ab vier Jahren Schachkenntnisse in spielerischer Form. Für die fotografische Inszenierung wurde eigens ein Bühnenbild aus schwarzen und weißen Flächen gebaut, und die Kinder wurden gebeten, sich in Schwarz-Weiß zu kleiden.

Der Verein „chess4kids“ vermittelt Kindern ab vier Jahren Schachkenntnisse in spielerischer Form. Für die fotografische Inszenierung wurde eigens ein Bühnenbild aus schwarzen und weißen Flächen gebaut, und die Kinder wurden gebeten, sich in Schwarz-Weiß zu kleiden.

Die inszenierten Gruppenbilder im Stil der Jahrhundertwende wurden nicht immer in Vereins­lokalen auf­genommen. Manchmal wurde auch an ausgesuchten Orten analog mit einer 4x5-Kamera fotografiert. Die Mitglieder des Vereins für Pilzkunde wurden etwa im Ruheraum einer ­Sauna ­porträtiert.

Die inszenierten Gruppenbilder im Stil der Jahrhundertwende wurden nicht immer in Vereins­lokalen auf­genommen. Manchmal wurde auch an ausgesuchten Orten analog mit einer 4×5-Kamera fotografiert. Die Mitglieder des Vereins für Pilzkunde wurden etwa im Ruheraum einer ­Sauna ­porträtiert.

Am BDSM-(„Bondage and Sadomaso“-)Stammtisch tauscht man sich regelmäßig über Sexualtechniken aus. Da Sexualität etwas sehr Intimes ist, wollten nicht alle Leute auf dem Foto erkennbar sein. Für die Foto­grafen stellte sich auch die Frage: „Wie lange hält es die Frau aus, kopfüber zu hängen?“

Am BDSM-(„Bondage and Sadomaso“-)Stammtisch tauscht man sich regelmäßig über Sexualtechniken aus. Da Sexualität etwas sehr Intimes ist, wollten nicht alle Leute auf dem Foto erkennbar sein. Für die Foto­grafen stellte sich auch die Frage: „Wie lange hält es die Frau aus, kopfüber zu hängen?“

Die Mitglieder des Drachenclubs bauen ihre kunstvollen Drachen selber. Die Fotografen wollten die Drachen aber nicht wie üblich am Himmel zeigen, sie suchten deshalb lange nach einer besonderen Location. Fotografiert wurde schließlich auf einem Baustellengerüst.

Die Mitglieder des Drachenclubs bauen ihre kunstvollen Drachen selber. Die Fotografen wollten die Drachen aber nicht wie üblich am Himmel zeigen, sie suchten deshalb lange nach einer besonderen Location. Fotografiert wurde schließlich auf einem Baustellengerüst.

Die Geschichte des Vereins „Unser Bier“ begann mit einer Spaghettipfanne, in der das erste Bier gebraut wurde. Da das Ergebnis so überzeugend war, entstand die Idee, eine kleine Brauerei zu gründen. „Unser Bier“ ist übrigens die einzige größere Brauerei, die in Basel braut und abfüllt.

Die Geschichte des Vereins „Unser Bier“ begann mit einer Spaghettipfanne, in der das erste Bier gebraut wurde. Da das Ergebnis so überzeugend war, entstand die Idee, eine kleine Brauerei zu gründen. „Unser Bier“ ist übrigens die einzige größere Brauerei, die in Basel braut und abfüllt.

Lange mussten die Mitglieder der Pfadfinderabteilung St. Brandan ausharren, bis alle so platziert waren, dass sie im grünen Blätterwald erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. „Wir haben ganz langsam gearbeitet und jedes Bild sehr sorgfältig arrangiert“, so die Fotografen.

Lange mussten die Mitglieder der Pfadfinderabteilung St. Brandan ausharren, bis alle so platziert waren, dass sie im grünen Blätterwald erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. „Wir haben ganz langsam gearbeitet und jedes Bild sehr sorgfältig arrangiert“, so die Fotografen.

Mehr als 20 Hunde auf einem Foto, kann das gut gehen? Die Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini waren beeindruckt, wie gut die Damen und Herren des Pudelclubs ihre vierbeinigen Lieblinge trainiert hatten. „Wir haben nur dreimal abgedrückt, bis wir das passende Foto hatten!“

Mehr als 20 Hunde auf einem Foto, kann das gut gehen? Die Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini waren beeindruckt, wie gut die Damen und Herren des Pudelclubs ihre vierbeinigen Lieblinge trainiert hatten. „Wir haben nur dreimal abgedrückt, bis wir das passende Foto hatten!“

 Die Mitglieder des Ruderclubs Blauweiss wollten sich am liebsten in ihren Booten zeigen. Die Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini wollten jedoch ein Szenario schaffen, an dem der Blick hängen bleibt, und stellten die Ruderer mit ihren „Werkzeugen“ in den Wald.

Die Mitglieder des Ruderclubs Blauweiss wollten sich am liebsten in ihren Booten zeigen. Die Fotografen Ursula Sprecher und Andi Cortellini wollten jedoch ein Szenario schaffen, an dem der Blick hängen bleibt, und stellten die Ruderer mit ihren „Werkzeugen“ in den Wald.

 

Erschienen in „Welt der Frau“ 04/17 – von Julia Langeneder

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