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19. Jänner: ...Tagträume...

Ich gestehe es freimütig: Ich bin eine Träumerin! Und was für eine! Nicht nur, dass ich gerne in der Nacht herumträume, was ich zugegebener Maßen außer durch die latente Bereitschaft zum Traum nicht beeinflussen kann. Nein. Ich träume derartig gern, dass ich mich stolz und frei zur Gruppe der Tagträumer, bzw. Tagträumerinnen bekenne.

Jetzt wird der geneigte Leser, die geneigte Leserin, der/die mich als kräftige, bodenständige Innviertlerin wahrnimmt, möglicherweise erstaunt sein. Die Krautgartner? Ein Weichei, eine Realitätsverweigerin, ein Fluchttier? Niemals! Und doch ist es so! Ich liebe Tagträume über alles und verwehre mich gegen die vorherrschende Irrmeinung, Tagträumer wären Warmduscher und nicht besonders tüchtig in der Bewältigung der harten Realität. Ich möchte sogar die Behauptung aufstellen, es sind die Tagträumerinnen und Tagträumer, die unseren Horizont erweitern und unsere Welt weiterentwickeln und strahlen lassen. Sind nicht alle großen Ideen, Erfindungen und technischen Schmankerl aus einer Vision, einem Tagtraum heraus entstanden? Die „Was wäre, wenn..?“-Gruppe ist es, die der Welt Neues, Glanz, und nur ganz selten Irrsinn bringt!

Der genüsslich zelebrierte Tagtraum vor der warmen Heizung, vielleicht sogar mit einem Kätzchen am Schoß, ist eine Bereicherung des Alltags. Für mich ganz bestimmt. Habe ich dann auch noch eine Tasse Kaffee in Händen, erlebe ich eine unendlich schöne, inspirierende Zeit mit und in meinem Tagtraum. Ich träume von einer frohen, hellen, liebevollen und sauberen Welt, vom Raumschiff, das mir ganz allein gehört, von Tieren, die immer satt und glücklich sind, und von Kindern, die gar nicht wissen, dass es Leidenstränen gibt. Und wenn ich wenig Zeit habe (Katzenklos, etc. putzen sich nicht von selbst…), geht sich zumindest allemal ein ganz kurzer, kleiner Tagtraum aus. Zum Beispiel einer, der einen tollen Sechs-Kugel-Eisbecher-to-go beeinhält, oder die Vorstellung, für ein paar Minuten auf einem kleinen Schiffchen mit geschlossenen Augen die Ruhe, die Salzluft und den Ruf einer Möwe genießen zu dürfen. Wissend, dass der liebe Gott hinter einer der hohen Wolken weiß, dass sein Mädchen lebt, dass es ihm gut geht, und er lächelt …

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