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22. Jänner: ...die Gogo-Stange für's traute Heim...

Holla, noch eins! Lang steht die Welt nicht mehr! Es flattern einem ja die merkwürdigsten Werbeangebote ins Haus. Prospekte, die alles erdenklich Mögliche für alle möglichen Leute anpreisen. Gartenzwerge mit Bewegungssensor, die ankommende Gäste mit einem Rülpser melden. Dreifärbige Eierkocher (ob Eier das zu schätzen wissen?), und links drehende Wünschelruten zum Aufstöbern dickmachender Energiebomben im so harmlos wirkenden Lebensmittelvorratsschrank. Alles gibt es. Und trotzdem täglich neue Überraschungen, wenn man die angepriesenen Waren in den diversen Prospekten oder e-mail-Aufrufen nur ordentlich genug studiert. Alles Schnäppchen, überall Sonderangebote, lauter tolle Sachen. Es muss sie ja geben, die Menschen, die vier Stunden täglich für diese Tätigkeit zur Verfügung haben, denn so viel Zeit dürfte grob geschätzt dafür draufgehen, um wirklich alles genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Dann muss man noch die Zeit einplanen, die aufzuwenden ist, um eine Bedarfsanalyse, ein Auswahlverfahren und einen Finanzplan zu erstellen. Es gilt aus der Masse an Gebrauchs,- und Nahrungsmittel jene herauszufiltern, die notwendig, brauchbar, leistbar,  gesund, vernünftig und auch einsetzbar sind. Gewiss ist ein Handzettel mit Unterteilungsspalten eine Hilfe. Die Rubriken „unverzichtbar“, „vielleicht, falls Geld dafür da“, und „Dinge, die die Welt nicht braucht“ wären schon einmal eine gute Hilfe zur Vorauswahl. Planen Sie ein weiteres Stündchen dafür ein, denn hier darf man nicht lasch ans Werk gehen!

Sinn macht in der dem Finale zutreibenden Phase die Frage „Wie konnte ich bis jetzt ohne dieses oder jenes Trum leben?“. Finden Sie eine einfache Erklärung dafür, sollten Sie den Kauf noch einmal überdenken. Socken, die Schweißbildung durch Verfärbung anzeigen? Äpfel, die zugleich nach Mandarine, Erdbeere und Sellerie schmecken? Spezielle Taschentücher für linke und für rechte Nasenlöcher? Die Gogo-Stange für’s traute  Heim als geselligen Mittelpunkt der nächsten Tupperparty? Zu haben ist schier alles! Stellt sich nur die Frage „Wozu?“.

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