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24. Jänner: ...Damenbart...

Das Alter bringt viel weniger Freuden als allgemein angenommen. Die Weisheit zum Beispiel ereilt die wenigsten von uns über Nacht, nur weil wir älter werden, werden wir nicht automatisch gescheiter. Die Mythen rund um die Altersweisheit, die über angehende Greise hereinbricht, sind meiner Meinung nach schlichtweg Schmarrn. Auch dass man gleich dem Käse durch längeres Reifen an Geschmack und Wert gewinnt ist wohl Blödsinn. Die Hantigen sind als junge Menschen hantig und bleiben es auch jenseits der Memopause. Alles Käse, wenn man so will.

Hammer sind auch altersbedingte Zugewinne am grobstofflichen Feld. Mehr Gewicht, mehr Falten, mehr Behaarung. Vor allem da, wo unerwünscht. Während sich das wallende Haupthaar oft sogar ausdünnt mit den Jahren, scheinen die Haarwurzeln mit der Schwerkraft nach unten zu rutschen und verrichten künftig dort ihr segensreiches Tun. Hand aufs Herz: wer hat sie sich noch nie gestellt, die Damenbartfrage? Wird er kommen? Wird er mit der Pinzette klein zu halten sein, oder muss ein Epiliergerät ran? Wird die Heißwachsmethode, die aus Zeitgründen ja praktisch wäre (ratsch und weg…) eine Allergie ausformen und die Oberlippe anschwellen lassen, sodass jede und jeder meint, man würde Füller spritzen? Bekommt jede mit den abnehmenden Hormonen im Wechsel einen Bart? Bekommt man sogar vielleicht noch Schlimmeres als einen Bart? Fragen über Fragen, die das Alter aufwirft und nur das Alter beantworten kann!

Was die Damenbartfrage betrifft, brauche ich nicht herumzudeuteln und sehe auch nicht ein, warum ich ein finsteres Geheimnis darum ranken sollte. Frisch frei heraus: Ja, er ist da, und ja, alle oben beschriebenen Damenbartvernichtungsansätze habe ich schon im Selbstversuch erprobt, und ja, … es lebt sich mit Damenbart genauso gut wie vorher!

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