11

17

Aktuelle
Ausgabe:
Zum Shop

Keine Zeit, aber dennoch Lust, auf eine kurze Pause vom Alltag? 48 Stunden reichen, um die lebendige Vergangenheit in der Goldenen Stadt Prag zu entdecken – inklusive ihrer aktuellen kulinarischen Angebote.

Prags touristisches Zentrum lässt sich grob in zwei Gebiete einteilen, die durch die Moldau getrennt sind. Da wäre die Altstadt mit dem jüdischen Viertel auf der einen Seite und die Burg auf der anderen, der sogenannten „Kleinen Seite“. Um Prag aber wirklich kennenzulernen, sollten Sie nicht nur auf den touristischen Trampelpfaden wandeln, sondern das Prag der PragerInnen entdecken. Die besten Vorschläge haben wir hier zusammengestellt.

VORMITTAG: RUND UM DEN ALTSTÄDTERRING
Starten Sie Ihren Aufenthalt im Zentrum der Altstadt am Altstädter Ring, der umgeben ist von prachtvollen historischen Häusern und Kirchen und von StraßenmusikerInnen sowie TouristInnen bevölkert ist. Zu jeder vollen Stunde versammeln sich hier die Massen vor dem Rathausturm mit seiner astronomischen Uhr, um beim Glockenschlag die zwölf Apostel und den Tod als Skelettfigur zu beobachten. Kaum ziehen sich die Figuren zurück, löst sich auch die Menschentraube auf und verfliegt in alle Richtungen auf dem Platz.

Wenden Sie sich zur markanten Teynkirche, von dort gelangen Sie über kleine, verwinkelte Gassen zum Obecní D?m, dem Prager Gemeindehaus, einem beeindruckenden Jugendstilbau. Werfen Sie von der gegenüberliegenden Seite einen Blick auf das Gebäude, das auch ein Kaffeehaus beherbergt. Schwenken Sie in Richtung Pulverturm, der auch das Tor zur Altstadt signalisiert. 

VON DER SCHWARZEN MUTTERGOTTES ZUM WENZELSPLATZ
Schlendern Sie durch das Tor und entlang der Straße „Celetná“ bis zum „Gebäude der Schwarzen Muttergottes“, das nach der kleinen Figur einer schwarzen Muttergottes benannt wurde und in dem sich ein kubistischer Museumsshop sowie im ersten Stockwerk das Grand Café Orient befindet, in dem sich eine erste Pause mit einer Medový (Honigtorte) lohnt.

Weiter geht es gestärkt über die Straße „Ovocný trh“ in Richtung Wenzelsplatz, wo am Ende das dominante Nationalmuseum steht. Auf dem Weg dorthin sollten Sie die Augen nach oben schweifen lassen, da es zu beiden Seiten der Straße beeindruckende Häuserfassaden zu bestaunen gibt. 

Kulinarisch ist der Wenzelsplatz für seine Würstelbuden bekannt, die nirgendwo anders in Prag eine so hohe Dichte aufweisen wie hier. Als tschechische Snack-Spezialität empfiehlt sich gebackener Käse mit Mayonnaise in einer Semmel („smažený sýr v housce“). 

Tipp: Grand Café Orient
Ovocný trh 569/19, Praha 1

VOM NATIONALMUSEUM ZUM BAUERNMARKT
Haben Sie das Nationalmuseum erreicht, gibt es etwas versteckt im sozialistischen Bau daneben, der übrigens auf eine äußerst bewegte Vergangenheit zurückblickt und mittlerweile Teil des Museums ist, das adrette Steak-Lokal „?estr“, in dem die tschechische kulinarische Identität neu interpretiert wird. Von hier gelangen Sie durch die Straße „Vinhoradská“ in den Bezirk „Vinohrady“ (übersetzt „Weinberge“), der mit seinen großzügigen, oft edel renovierten Altbauten eines der teuersten Wohnviertel Prags ist. Entlang der Straße befindet sich auch unser nächstes Ziel, einer der schönsten und unaussprechlichsten Plätze Prags, der „Nám?stí Ji?ího z Pod?brad“. An Samstagvormittagen herrscht hier ordentlich einheimisches Leben beim Bauernmarkt, im Schatten der Bäume und in den umliegenden Lokalen.

Den vollständig Text so wie weitere Lokaltipps für Ihren Städtetrip nach Prag finden Sie in „Welt der Frau“ 0708/16

Tipps: 

Bauernmarkt
Ji?ák Farmers Market
Nám?stí Ji?ího z Pod?brad, Praha 3
MI-SA 8-14 Uhr


Steaklokal ?estr
Legerova 57/75, Praha 1

BiancaGusenbauerZur Autorin:
Bianca Gusenbauer kennt Prag sozusagen wie ihre Westentasche. Sie hat dort studiert und kommt immer wieder zu Besuch zurück. Dass sie als Köchin und Foodbloggerin die kulinarischen Eigenheiten der Stadt an der Moldau interessieren, versteht sich fast von selbst.

 

Erschienen in „Welt der Frau“ 0708/16 – von Bianca Gusenbauer