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Barbarazweige

 

Am Barbaratage holt’ ich

drei Zweiglein vom Kirschenbaum,

die setzt’ ich in eine Schale,

drei Wünsche sprach ich im Traum:

 

Der erste, dass einer mich werbe,

der zweite, dass er noch jung,

der dritte, dass er auch habe

des Geldes wohl genung.

 

Weihnachten vor der Mette

zwei Stöcklein nur blühten zur Frist: –

Ich weiß einen armen Gesellen,

den nähm’ ich, wie er ist.

 

 

(Martin Greif – dt. Dichter, 1839 – 1911)

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