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Berlin ist ein Gesamtkunstwerk

Mit ihrer Größe und dem Versprechen eines unkonventionellen Lebensstils lockt Berlin viele Kreative und junge Leute aus ganz Europa an. Natürlich ist Deutschlands lebendigste Stadt auch eine kulinarische Entdeckungsreise wert.

Zu den Zierden Deutschlands gehören seine Städte. Unter ihnen ist Berlin weder die älteste noch die schönste. Unerreicht aber ist seine Lebendigkeit“, hat der ehemalige Bürgermeister Berlins und Bundespräsident Richard von Weizsäcker einmal treffend die deutsche Hauptstadt beschrieben. Wer zum ersten Mal nach Berlin kommt, wird nicht von der opulenten Schönheit, sondern vom Lebensgefühl und der internationalen Bevölkerung dieser Stadt überrascht sein. Aber auch die so unterschiedlichen Stadtteile, die ständigen Veränderungen und das gesamte Erscheinungsbild der Bundeshauptstadt bringen BesucherInnen zum Staunen.
In der Kunst- und Kreativszene gehört es zum guten Ton, zumindest ein Naheverhältnis zu Berlin zu pflegen, die Stadt als Dependance in der Signatur oder im Lebenslauf anführen zu können, wenigstens ein paar Wochen hier gelebt zu haben. Berlin ist seit dem Mauerfall zum Inbegriff von Coolness geworden, eine spannende Spielwiese für StadtsoziologInnen und -plannerInnen, und sie wird von keiner anderen europäischen Stadt in puncto „Hippness“ erreicht. Hier schaffen die BewohnerInnen die Trends.

ALLE MÖGLICHEN GEGENSÄTZE
Mit einer Fläche von 892 km2 (Wien im Vergleich: 414,87 km²) und rund 3,5 Millionen EinwohnerInnen ist Berlin die größte deutsche Gemeinde. Sie ist in zwölf Bezirke unterteilt, nur ein historisch gewachsenes Stadtzentrum sucht man hier aufgrund der Geschichte vergebens. Inoffiziell ist es der „Alex“, wie der Alexanderplatz im Volksmund genannt wird. Er ist einer der Verkehrsknotenpunkte im Stadtzentrum. Von dort geht man „Unter den Linden“ bis zum Brandenburger Tor. Nordwestlich des Tores und rund um das alte Reichstagsgebäude wurde nach dem Mauerfall ein imposantes Regierungsviertel geschaffen, aufgeräumt und modern. In anderen Stadtteilen, wie rund um das berühmt-berüchtigte „Kotti“ – das Kottbusser Tor – in Kreuzberg, ist von ­Politik-Chic nur wenig zu sehen. Hier grüßt der Berliner Alltag mit funktionaler Bausubstanz und Graffiti. Im alten Ostberlin rund um den Prenzlauer Berg sind die hübschen Wohngegenden heiß ­begehrt.

Lokaltipps: Hip essen und trinken in Berlin

Beim Essen lässt sich ­das „Gesamtkunstwerk ­Berlin“ genussvoll ­beobachten und ­ent­decken. ­Aufgrund der ­Größe der Stadt macht es durchaus Sinn, sich ­Restaurants strategisch ­auszu­suchen und vorab 
zu reservieren.

Fräulein Fiona
Hier kocht Fräulein Fiona paneuropäische Küche in ihrem hübschen Restaurant und serviert deutsche Weine 
vorwiegend von Winzerinnen.
Charlottenburg, Fritschestraße 48, 10627 Berlin,
www.fraeulein-fiona.de

Café Anna Blume
Süße Institution seit über zehn
­Jahren, wo es täglich frisch ­gebackene ­Kuchen und Torten gibt.
Prenzlauer Berg, Kollwitzstraße 83, 10435 Berlin,
www.cafe-anna-blume.de

Konnopke
Die Currywurst-Institution in Berlin, zu der TouristInnen und Einheimische gleichermaßen pilgern.
Pankow, Schönhauser Allee 44B, 10435 Berlin,
www.konnopke-imbiss.de

Markthalle 9
Von Donnerstag bis Samstag lässt sich hier das urbane, junge Leben in der schönen Markthalle gut beobachten und ­miterleben. Selbst wenn man nichts kauft, ist dies ein guter Ort für ein unkompliziertes Frühstück mit Lebens- und Markt­gefühl.
Kreuzberg, Eisenbahnstr. 42/42, 10997 Berlin,
www.markthalleneun.de

Mehr zum Thema, sowie weitere Lokaltipps finden Sie in der Printausgabe.

Fotos: beigestellt, Bianca Gusenbauer

Erschienen in „Welt der Frau“ 10/17

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