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"Too big to tell"
„Too big to tell“ heißt der neue Film von Regisseurin Johanna Tschautscher (46), der ab 9. Mai in den österreichischen Kinos gezeigt wird.

Zwölf Jahre lang hat Johanna Tschautscher recherchiert, um die 40 Bücher gelesen und mit etlichen ExpertInnen gesprochen. Ihren neuen Film bezeichnet die oberösterreichische Filmemacherin nicht zu Unrecht als „Herkulesaufgabe“. In der Dokumentation erkundet sie die Finanzwelt. Sie will verstehen, welcher Logik Herrschaft, Vermögen und Kapital folgen.

Der Kabarettist Günther Lainer stellt im Film die Fragen des Publikums. Johanna Tschautscher ist Autorin und Regisseurin. Seit 2000 hat die Oberösterreicherin 15 Filme gedreht, vom Künstlerporträt über das Thema „erneuerbare Energien“ bis zu Dokumentarfilmen, für die sie über die Mafia recherchierte und nach Sizilien reiste oder sich mit den Fluchtrouten afrikanischer MigrantInnen beschäftigte. „Einen großen Film zu machen, heißt, sich massiv selbst auszubeuten“, hat Johanna Tschautscher in Interviews betont. Kraft für ihre sozialkritischen Projekte tankt sie bei langen Spaziergängen. Die Wälder sind ihre Inspirationsquelle, hier erhält sie Bodenhaftung.

Johanna Tschautscher hat an Filmfestivals teilgenommen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Lichtenberg bei Linz.

„Too big to tell“ hat am 9. Mai im Linzer Moviemento Premiere. Mehr zum Film und wann er wo gezeigt wird auf www.tschautscher.eu.

 

Erschienen in „Welt der Frau“ 5/2014 – von Julia Langeneder