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Christa Langheiters Ghana-Blog - Tag 3: Bilder im Kopf

Das Fotografieren beschäftigt uns nach wie vor. Besonders bei Kindern wollen wir es ganz besonders richtig machen. Schließlich wollen wir Kinder ja schon gar nicht benutzen, auch wenn das Kindchenschema uns fest im Griff hat. Selbst bei den Zwergziegen…

Doch es wird uns in diesem Punkt überraschend leicht gemacht. So gut wie alle Kinder, denen wir bis jetzt begegnet sind, wollen unbedingt und gern fotografiert werden und haben riesigen Spaß daran. Diese Schar Kinder auf dem Foto, auf dem eine Mitreisende aus Tschechien in Fotografieraktion zu sehen ist,  ist aus den Klassen auf uns zugequollen, als wir gerade ein Pause in der Nähe ihrer Schule eingelegt haben. Da saßen wir und genossen nichtsahnend unsere Mangos, als ein Gejohle und Gejubel losging und sich eine Lawine strahlenden Lächelns über uns ergoss. Da ist man erst mal baff. Von so viel Begeisterung, von so viel Freude, von so viel Lebendigkeit.

Und insgeheim denke ich, wie kann es Kindern schlecht gehen, die so viel Freude in sich haben? Was macht es schon, dass sie barfuß laufen oder in zerrissenen Socken? Was ist schlimm daran, wenn sie in einfachen Gebäuden mit alten Schiefertafeln unterrichtet werden? Sie strahlen doch! Und dann reiß ich mich aus meiner Niedlich-Trance und erinnere mich, wie eine Lehrerin uns erzählt hat, dass in der Regenzeit kein Unterricht in ihrer Schule stattfinden kann, weil das Gebäude dem heftigen Regen nicht standhält. Und dass sich viele Familien den Schulbesuch nicht leisten können, auch wenn neun Grundschuljahre gratis sind, denn sie haben nicht das Geld für Schulsachen. Fröhliche Kinder sind wunderbar. Kinder mit Schulbildung aber haben die Chance, dass ihnen das Lachen lange bleibt.

Kommentare

2 thoughts on “Christa Langheiters Ghana-Blog – Tag 3: Bilder im Kopf”

  1. Mike Delaney sagt:

    Sehr schöner Beitrag – die „Lawine des strahlenden Lächelns“ klingt wunderbar. Natürlich wäre es fein, wenn das Schuldach dicht wäre – aber vielleicht sind diese Kinder auch deswegen so fröhlich, weil sie nicht soooo viel Bildung im westlichen Sinne erfahren.

    1. Christa Langheiter sagt:

      Danke schön. Ja, die Fröhlichkeit hier ist wirklich beeindruckend und es ist zu hoffen, dass sie erhalten bleibt.Komme, was da wolle.

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