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Christa Langheiters Ghana-Blog - Tag 4: Pause

Nichts geht mehr. Autorin macht Pause. Blogbeitrag muss heute entfallen. In meinem Kopf geht’s zu wie an der Zimmerdecke des Hotels. Es surrt und surrt und die Materie wird aufgequirrlt. Im Fall des Hotelzimmers die Luft,  in meinem Kopf die Gedanken, Emotionen, Informationen, Entscheidungen. Ja, vor allem Entscheidungen. Nie zuvor war mir bewusst, wie viele Entscheidungen man im Leben Tag für Tag trifft. Und dann, wenn vieles ganz anders ist, fällt es einem wieder auf. Hier auf meiner Ghanareise ist plötzlich nichts mehr automatisiert, alles muss neu erfunden, festgelegt werden.

Lasse ich in der Nacht das Fenster offen? Würde das Moskitonetz die Moskito ausreichend abfangen?

Nehme ich einen Moskitospray mit? In welche Gegend kommen wir heute? Wie lang sind wir unterwegs? Und ab wann dürfen wir mit den surrenden Genossen genau rechnen?

Können wir Salat essen? Was genau kann doch gleich passieren, wenn ich nicht „Wash it, peel it or leave it“ befolge?

Wie öffne ich das Sackerl mit Trinkwasser am besten und wie trinke ich daraus, ohne den Inhalt über mich zu ergießen? Obwohl das im Grunde ein angenehmer Nebeneffekt wäre.

Dusche ich am Abend oder in der Früh? Führt das Duschen am Abend dazu, dass ich in der Früh kein Wasser mehr zur Verfügung habe? Oder ist die Wasserwahrscheinlichkeit von ganz anderen Dingen abhängig?

Esse ich Yam oder Kochbananen zum Fisch? Die schwierigste Entscheidung des Tages. Konnte nur durch ein sowohl als auch gelöst werden. Ein wenig von den Mitreisenden naschen und schon ist wenigstens eine Entscheidung weniger am Tablett des heutigen Tages.

Ui, hab ich jetzt doch einen Blogbeitrag geschrieben?

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