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...die ersten Blümchen...

Eigentlich wollte ich durchhalten. Durchhalten mit dem Blumen kaufen bis zum Valentinstag. Aber ich halte es nicht mehr aus. Ging heute früh mit meiner Base zweiten Grades zum Diskonter meiner Vertrauens, der neben Mehl, Milch, Butter, und so weiter, auch immer wieder Dinge des täglichen Gebrauches und solche, die das Herz erfreuen anbietet. Das tut er dann auch noch zu einem vernünftigen Preis. Aber man muss schnell sein und entschlossen handeln, will man was aus dem Sonderposten erwischen.

Heute waren es Blümchen. Primelstöckchen, kleine Märzenbecher und winzige Krokusse. Das Grün der Blätter haute mich um, die Zartheit der Blüten traf mich wie ein Streichler und die Farben der kleinen Gewächse ließen mein wintertrübes Auge glänzen. So was Liebes! So was Schönes! Und ich musste ein paar dieser Frühlingsgrüße haben, auch wenn wir noch in der Winterschleife hängen. Meiner Base zweiten Grades ging es ähnlich.

Was soll ich sagen? Ich habe die kleinen Blümchen, die wirklich kein Loch in mein Wirtschaftsgeld gerissen haben, denn sie kosteten nur 1,- Euro das Stück, liebevoll eingepackt und zuhause vorsichtig wieder aus. Wie viel Fröhlichkeit so ein Blümchen am Tisch verbreitet, na, und erst meine sieben Primelchen! Ich schlichtete sie zweimal um, damit jede Farbe richtig gut zur Geltung kam und war vom Resultat entzückt. Es wird wieder Frühling werden, ich werde wieder mit bloßen Händen in der Erde wurrln können, und es wird wieder ein lauer Wind um die Ecke wehen, der mir den Verstand raubt, weil er mich so übermütig macht. Diese kleinen Primelchen verheißen das, und ich kann mich nicht satt sehen an ihnen. Es ist erst Februar, ja, ja. Aber bald ist Frühling, Sie werden sehen…

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