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Die Jugend ist unsere Zukunft

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) hat eine neue Vorsitzende. Welche Visionen hat sie?

Veronika Pernsteiners Kurs ist klar: solidarisches Wirtschaften im Sinne der Schöpfung, interreligiöser Dialog, die Gleichstellung der Frau in der Kirche („Ein erster Schritt ist die Weihe zu Diakoninnen“), aber auch die Einbindung junger Menschen. „Sie sind unsere Zukunft, wollen gestalten und sich über den Kirchturm hinaus vernetzen. Wir müssen eine neue, jugendliche Sprache finden für ihre Sorgen. Alte, verkrustete Texte verstehen sie nicht. Sie sollen Spiritualität als Kraftquelle erleben, nicht als vertane Zeit in einer termingetriebenen Welt“, sagt die zweifache Mutter. Wertschätzend mitreden zu können hatte auch ihr als Teenager gefallen.

Zu Hause in Feldkirchen/Donau (OÖ) hatte sie ihre Mutter zu den kfb-Dorfabenden begleitet und sich eifrig in die Gesellschaftsdebatten eingebracht. Ihren sozialen Sinn hat sie seither nie verloren. Neben ihrer Bankkarriere engagierte sie sich als Gastmutter für Austauschschülerinnen und organisierte 17 Jahre lang 500 Erholungsaufenthalte für Kinder aus Tschernobyl. All das hielt sie so jung, dass sie mit 50 noch den Masterlehrgang „Intercultural Studies“ abschloss. Jetzt wartet auf die dynamische Neo-Omi die nächste Aufgabe.

Erschienen in „Welt der Frau“ Ausgabe 06/15