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Ein Großelternloblied

Die Vogerln zwitschern uns aus dem Schlaf, der glitzernde, bezaubernde Traunsee lugt frech inmitten zweier Häuser durch und der Duft von frisch gebrühtem Filterkaffee versetzt mich in meine Studentinnenzeit. Wir sind angekommen im Gastatelier des Landes und genießen die optimale und schier friktionsfreie Melange aus Arbeiten, die Natur Genießen, Spazieren und zur Ruhe Kommen. Wir residieren über dem ehemaligen Thomas Bernhard Archiv und die hauseigene Bibliothek ist gut bestückt mit seinen Werken. Ein Grund mehr nach langem wieder einmal Bücher eines meiner Lieblingsautoren zu lesen.

„Die Großväter sind die Lehrer, die eigentlichen Philosophen jedes Menschen …“, formulierte Thomas Bernhard in „Ein Kind“, meiner aktuellen Lektüre. Meine geliebten Großeltern sind und waren noch viel mehr für mich. Ich blickte zu ihnen auf, sie haben mir viel beigebracht und lesen mir bis heute fast jeden Wunsch von den Augen ab, ohne je etwas dafür zu erwarten. Die viele Zeit, die sie sich früher genommen hatten um mit mir zu spielen, mich zu chauffieren, mir die Welt zu erklären und mich zu verwöhnen, war nie ein Thema. Niemals habe ich zu hören bekommen „Ich habe keine Zeit für dich“ oder „meine Zeit reicht nicht um mit dir zu spielen“ – was für ein Geschenk! Unsere Eltern haben sich nach einem knappen Jahr Großelternschaft bereits erste Lorbeeren verdient, wie ich meine, und sind jetzt schon für unseren Kleinen vielversprechende Felsen in der Brandung, liebevolle Spielgefährten und Michls größte Fans. Wenn ich wiederum sehe wie viel Freude ihnen unser Rabauke vom Dienst macht, geht mir das Herz auf und ich bin aus ganzem Herzen zufrieden.

 

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