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Englisch für Rennfahrer
Christine Haiden unterwegs: Wo sich das wirkliche Leben kurz zeigt, flüchtig, nebenbei, und zum Weiterdenken anregt.

Seit sein Enkel, heute 12 Jahre alt, ein klares Ziel hat, ist er ein guter Schüler, erzählt ein Freund. In der Volksschule meinten die Lehrer, der Bub würde die Mittelschule wohl nicht schaffen. Er sei zu zart, zu schüchtern, zu langsam. Doch in der vierten Klasse erwachte seine Leidenschaft für das Rennfahren.

Zusammen mit seinem Papa, die Eltern sind geschieden, nimmt er an Go-Kart-Rennen teil. Sehr erfolgreich. Jetzt will er natürlich Formel 1-Rennfahrer werden. Seither ist er Vorzugsschüler im Gymnasium. Er lernt Englisch mit großer Ambition, denn „im Rennbusiness spricht man nur Englisch, da muss ich das können.“ Auch Mathematik geht wie von selbst.

Der 12-Jährige hat sein Traumziel gefunden. Wenn er nun in der Schule erzählt, wie die Rennen zum Wochenende waren, ist er kein Außenseiter mehr, sondern der kleine Held. Auch seinem Opa erklärt er am Telefon detailliert, wie er gefahren ist. „Kannst du dir das vorstellen, Opa?“ Der lacht dazu. Vor Freude.

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