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Bücher Jänner 2013
Literatur ohne Altersgrenze
All-Age-Bücher über das Erwachsenwerden – auch für Erwachsene.

Als Michael Ende in den 1970er-Jahren seine beiden Fantasy-Romane „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ veröffentlichte, griffen gleichermaßen Erwachsene wie Jugendliche nach ihnen. In den USA wurde einst Jostein Gaarders Roman „Sofies Welt“ nicht ausdrücklich als Jugendbuch geführt – so wie auch die Harry-Potter-Bände sowohl Jugend- als auch Erwachsenenlektüre sind: Die Literaturkritik hat für dieses Phänomen bzw. diese Literaturgruppe den Begriff der „All-Age-Literatur“ oder auch „Crossreading“ geprägt. Gemeint sind damit Bücher, die alle Lesefähigen beiderlei Geschlechts im Alter bis mindestens 99 Jahren ansprechen. Davon profitieren sowohl die Erwachsenen als auch die Jugendlichen, nicht zuletzt auch die Verlage. Übrigens sind bereits die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm für Kinder und Erwachsene vermarktet worden. Neu ist dieses Phänomen also nicht.

 

Otfried Preußler: Krabat

Dieser 1972 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnete Entwicklungs- bzw. Schülerroman verbindet Sagenstoff mit der Entwicklung eines 14-jährigen sorbischen Waisenknaben, der im Laufe seiner Lehr- und Wanderjahre an den Versuchungen dunkler Mächte reift. Krieg, Magie und Ränkespiele im unheimlichen Reich einer Mühle bieten Cross-over-Spannung.

 


Otfried Preußler:
Krabat

Thienemann Verlag
252 Seiten
Euro 15,40

 

 

 

Rolf Lappert: Pampa Blue

Hanser 2012. Ein Roman, der mit dem Satz „Ich hasse mein Leben“ beginnt, kann nur spannend weitergehen. Ben, 16 Jahre alt, kümmert sich in seinem verschlafenen Nest um seinen dementen Großvater und träumt von Wundern. Diese Icherzählung hat Stärke und Charakter, eine Geschichte vom Erwachsenwerden, auch für Erwachsene.

 


Rolf Lappert:
Pampa Blues

Hanser Verlag
256 Seiten
Euro 15,40

 


Erschienen in „Welt der Frau“ 1/2013 – von Christina Repolust