11

17

Aktuelle
Ausgabe:
Zum Shop
Familienbesuch (2)

Unsere Eindrücke über die bedrückenden Zustände wurden jedoch überstrahlt von der unglaublichen Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Lebensfreude der Menschen in Lesotho. Die Lehrerkollegen von Magdalena haben für uns ein Fest veranstaltet – mit lokalen Speisen, Bier und Wein, alles selbst hergestellt – bei dem wir mit Geschenken begrüßt und mit Ansprachen willkommen geheißen wurden. Als Magadalenas Verwandte wurden wir ganz selbstverständlich in die große Familie ihrer Freunde aufgenommen. Auch beim Abschied am letzten Tag vollzogen sich im wahrsten Sinn des Wortes berührende Szenen der Mitmenschlichkeit und Verbundenheit.

Ein weiteres Beispiel der Herzlichkeit und sozialen Größe der Menschen zeigte sich an einer vierköpfigen Familie, die auf engstem Raum vom Baby bis zur Großmutter in einem Zimmer wohnte und trotz dieser Beengtheit ein fünftes Kind in ihrer Mitte aufnahm. Trotz einer HIV-Rate von an die 40 % und großer Armut bleibt keiner auf der Straße. Jeder weiß sich im sozialen Netz geborgen.

Was bleibt für mich?

Eine Reise, die sicherlich mehr Fragen als Antworten hinterlässt, eine Demut und Dankbarkeit in eine Welt hineingeboren worden zu sein, die mir alle Annehmlichkeiten bietet. Und natürlich auch Stolz auf meine Tochter Magdalena, die unter den genannten Bedingungen ihren sozialen Dienst im so wichtigen Bildungsbereich, der die Basis für eine lebenswerte Zukunft für die Mädchen von Maputsoe bildet, leistet.