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Fröhliche Feste feiern

Mit einem vielsagenden Lächeln präsentierte mir mein Mann die anonymisierte Geburtstagseinladung einer amerikanischen Mutter, die derzeit im Internet kursiert. Sie schreibt den Gästen bis ins kleinste Detail vor, was dem einjährigen Kleinod zu schenken sei und äußert sich im selben Atemzug abfällig – und zwar nicht zu knapp – über diverse Geschenkoptionen, die ihr beim besten Willen nicht ins Haus kämen und die sofort postwendend umgetauscht werden würden. Dazu erwähnt Sie passenderweise, dass man bitte den Kassazettel beilegen möge, damit die Möglichkeit besteht, die ungewollten Präsente in Babynahrung umzutauschen. Im ersten Moment möchte ich die ambitionierte Managermutti verteidigen. Es ist legitim, als Erziehungsberechtige über Spiel- und Anziehsachen des eigenen Kindes zu entscheiden. Verständlich ist auch der Spargedanke dahinter. Was jedoch bei mir einfach schräg ankommt ist die Bevormundung der nächsten und liebsten Menschen, die einer absoluten Misstrauensbekundung entspricht. Abgesehen davon, dass man die Schenkenden der Vorfreude beraubt, für ihre Geschenkidee ein glückliches Babylachen als Dankeschön zu erheischen, so kann man auch davon ausgehen, dass weder Selbstgemachtes noch sonderlich Kreatives dabei sein werden.

Michaels ersten Geburtstag im September möchte ich im Park unter Bäumen mit diesen kitschigen, bunten Wimpelketten und vielen Papierlampions feiern. Hoffentlich beschenkt uns 2015 mit einem langen, warmen Spätsommer. Ich werde mich zusammenreißen und außer der aktuellen Kleidergröße nichts bekannt geben im Vorfeld und auch das nur auf Anfrage, versprochen!

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