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Frühlingsgefühle

Wenn Sie eine im wiegenden Stechschritt (meine Erfindung) vorbeizischende Gestalt mit schlafendem Baby im Tragetuchbeutel sehen, dann winken Sie, lächeln Sie oder spendieren Sie mir bitte einen Holunder-Zitrone. Wir machen von nun an die Stadt als dynamisches Doppelpack unsicher. Vor allem Parks, belebte Einkaufsstraßen und neuerdings auch Museen liegen auf unseren Routen. Durch einen Kunstpreis bin ich nun in den Genuss gekommen, gratis so ziemlich alle relevanten Museen Wiens besuchen zu können, was für eine Freude! So friedvoll schläft es sich als Baby im Beutel, während ich das aktuelle Kunstgeschehen in mich aufsaugen kann. Im MUSA der Stadt Wien gibt es sogar Babyführungen speziell für Eltern, das war richtig toll, auch wenn wir unsere Krabbeldecke etwas früher eingepackt haben, weil Michael die musealen Hallen zu einer durchdringenden Schreiperformance motivierten. Sein anschließendes Schläfchen und der Besuch im Museumsquartier haben mich aber dafür reich entschädigt.

Das Leben kann so schön sein. Michael mag es durch die Gegend getragen zu werden, eng an mich angeschmiegt und sowohl wach als auch schlafend. Am Rücken habe ich die wichtigsten Utensilien, die mein Baby unterwegs benötigen könnte, mit dabei. Ich spüre eine große Freiheit aufkeimen, die mich schon die ersten paar Frühlingstage getragen und beschwingt hat. Das wird der beste Frühling überhaupt und da ich auch wieder an meinen Projekten arbeiten und am Abend Eröffnungen besuchen kann, habe ich das erste Mal wieder das Gefühl, dass ich jetzt wieder „ganz“ ich bin!

 

 

 

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