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Generationen

Meine Oma, meine Mama und ich auf einem Foto vereint. Dieses Foto wiederholen wir alle paar Jahre. Haarfarben, Hintergründe und Outfits ändern sich, aber etwas bleibt immer gleich: der Ausdruck der Zusammengehörigkeit und der gegenseitigen Liebe. Wenn ich daran denke, dass es bald eine vierte Generation auf unserem Bild geben wird, bekomme ich eine wohlige Gänsehaut.

Ich bin überschwemmt von den warmen Gefühlen und Gesten der Männer und Frauen unserer Familie, die sich mit so viel Herzblut und Hingabe auf unser Kind freuen. Nie hätte ich gedacht, was die Ankunft des ersten Enkel- und Urenkelkindes auslösen würde. Da werden Tauflieder komponiert, Spieltürme entworfen und aufbewahrte Spielsachen liebevoll poliert und gewissenhaft für einen zweiten Einsatz vorbereitet.

Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich ein dicht gestricktes Nest vor mir. In dieses Nest werde ich unser Kind legen und bedingungslose Liebe und Freude von allen Seiten über ihn hereinschwappen lassen. Auch ich wurde damals in so ein Nest geboren. Vor allem die innige Beziehung zu meinen Großeltern empfinde ich bis heute als ein besonderes Geschenk und eine irrsinnige Bereicherung.

Seit einigen Tagen fühle ich eine so tiefe Dankbarkeit und Zufriedenheit, wie ich sie noch nie im Leben gespürt habe. Ich sehe meinen gütigen, starken, wunderbaren Mann neben mir schlafen, ich denke an meine unverwechselbare, mich ohne Kompromisse liebende Familie und an den kleinen Liebling, der sich in mir jeden Tag neu erfindet. Hin- und hergerissen bin ich zwischen dem Wunsch die Zeit anzuhalten, um diesen unglaublich innigen, ruhigen Moment festzuhalten, und der Neugierde zu erleben, was die Zukunft für mich und meine kleine große Familie noch bereit hält.

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