11

17

Aktuelle
Ausgabe:
Zum Shop
Heiße Suppe für mehr Fairness

Das Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs stand ganz im Zeichen von Solidarität und Mitverantwortung.

Hunderte Frauen in ganz Österreich haben in den vergangenen Wochen frisches Gemüse geschnitten und daraus köstliche Suppen gekocht, die sie in ihren Pfarren oder im privaten Rahmen gegen eine Spende verteilten. Der Erlös kommt Frauen zugute, die etwa in Nicaragua unter schwierigsten Bedingungen ihre Felder bestellen, sich weiterbilden und lernen, ihre Produkte besser zu vermarkten.

Benefitz-Suppenessen

Von links: Bundesminister Andrä Rupprechter, Grünen-Klubobfrau Eva Glawischnig, Nicaraguas Gesandte Isolda Frixione, Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Bundespräsident Heinz Fischer mit Ehefrau Margit, kfb-Vorsitzende Barbara Haas, FEM-Koordinatorin Juana Aydas Villareyna Acuña, Diözesanbischof Alois Schwarz und FEM-Vorstandsmitglied María Isabell Zamora Muños. / © Hans Hofer

Das Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs hat Tradition, und die „Aktion Familienfasttag“, in deren Rahmen ständig für faire Lebensbedingungen gesammelt wird, ist höchst angesehen. Das zeigte sich einmal mehr beim heurigen Festakt zum Benefiz-Suppenessen, zu dem Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter Ende Februar VertreterInnen aus Politik und Kirche in den Marmorsaal seines Ministeriums geladen hatte. Bundespräsident Heinz Fischer würdigte die „Aktion Familienfasttag“ als „kreatives Zeichen von Solidarität und Mitverantwortung“, das es nach Kräften zu unterstützen gelte. Diözesanbischof Alois Schwarz dankte der kfb für ihren unbeirrbaren Einsatz für benachteiligte Frauen und Familien. Über die Jahre hinweg habe sie unterschiedlichsten „kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Groß- und Kleinwetterlagen“ standgehalten und damit Mut und Tatkraft bewiesen.

Benefitz-Suppenessen

Für Andrä Rupprechter ist bewusster, sozialverträglicher Konsum ein Zeichen für mehr Fairness. / © Hans Hofer

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aber weniger die prominenten Gäste als die Anliegen der Frauen und Mädchen aus Nicaragua, denen die kfb aus der Misere hilft. Sie werden zu Vorbildern für die nächste Generation und beispielgebend für viele Frauen im ländlichen Raum. Zum Beispiel Juana Aydas Villareyna Acuña, Koordinatorin und Kodirektorin der von der kfb unterstützten Organisation „Fundacion Entre Mujeres“. „Juana hat mich sehr an meine Mutter erinnert, die auch eine starke Frau war, die ihren Mann früh verloren und immerhin elf Kinder großgezogen und mit ihnen den Hof bewirtschaftet hat“, sagte Rupprechter im „Welt der Frau“-Gespräch. „Es bewegt mich sehr, wie Juana ihre Familie managt, den Betrieb in der Hand hat und auch noch in der Lage ist, für die Interessen anderer Frauen einzutreten.“ Österreichs Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann betonte gegenüber „Welt der Frau“, wie wichtig es sei, die Weiterbildung für Frauen in Nicaragua zu unterstützen, damit sie „selbstbewusst werden und handeln“. Sie „arbeiten dafür, dass es ihnen, ihren Familien und der gesamten Gesellschaft besser geht. Dieses Ziel vor Augen gibt ihnen Energie.“

Wirtschaft FAIRändern

Spenden an die „Aktion -Familien– fasttag“ kommen professionell begleiteten Projekten zugute. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Spendenkonto:  IBAN: AT86 6000 0000 0125 0000 BIC: OPSKATWW
Kennwort: teilen spendet zukunft/Code A2
Erschienen in „Welt der Frau“ Ausgabe 04/15 – von Romana Klär