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Lass los, Mama!

Nächste Woche beginnt für unser Dreiergespann eine neue Phase: Michael wird zum ersten Mal den Kindergarten besuchen. Es fühlt sich für mich an wie eine Mischung aus meinem eigenen ersten Schultag und dem mulmigen Gefühl, dass unser Kleiner nun bald ein eigenes Leben neben der Zeit mit uns haben wird. Es werden sich viele Abläufe in unserem Leben ändern, ein Abschnitt der gemeinsamen Zeit ist unwiederbringlich vorbei, und um ehrlich zu sein, habe ich gemischte Gefühle, wenn ich daran denke. So sehr ich mich nach mehr Autonomie über meine Zeit und regelmäßigen Arbeitszeiten sehne, so sehr ängstigt mich die Vorstellung, dass mein Kind wohlmöglich nicht das bekommt, was es braucht oder gar unglücklich ist. Die Meinungen in Bezug auf das optimale Alter für den Beginn der außerhäuslichen Betreuung gehen auseinander, fachlich wie privat. Ich bin absolut der Meinung, dass jede Familie das Recht hat die Variante zu leben, die zu Arbeit, Karriere und allen Beteiligten passt. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und ohne in die Zukunft blicken zu können, fühlt sich dieser Schritt jetzt richtig an.

Wird er zurechtkommen? Wird er eine tragfähige Beziehung zu den beiden Kindergartenpädagoginnen aufbauen können? Wird er von den anderen gepiesackt werden? Wird er gut beschützt und mit allem, was er braucht, versorgt sein? Wird er es uns übel nehmen und ängstlich oder wütend sein? Werde ich loslassen können um dieser Entwicklung auch genug Raum geben zu können um nicht bei der ersten kleinen Kleinigkeit einen melodramatischen Rückzieher zu machen? Ich ahnte schon in der Schwangerschaft, dass das Loslassen auf vielen Ebenen eine der schwierigsten Aufgaben für mich sein wird. Wir werden sehen, wie mir diese Herausforderung gelingt.

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