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Zufriedene Mütter habenzufriedene Kinder
Monika Oberradter, Hebamme

Seit 35 Jahren bin ich mit Leib und Seele Hebamme. In meinem Leben gab es keine Zeit ohne Mütter, Babys und Familien. Dabei habe ich selber einen erwachsenen Sohn, der bereits seine Matura und den Zivildienst hinter sich hat. Ich bin recht glücklich, dass er früher mit meinem Mann, meiner Schwiegermutter und mit mir – ich war ein Jahr in Karenz – Menschen um sich hatte, die ihm eine umsorgte Kindheit ermöglichen konnten.

In meiner Heimatgemeinde gründete ich mit Kolleginnen und Müttern das Eltern-Kind-Zentrum „ProMami“. Meine Arbeit im Krankenhaus ist auch immer ein Teil meiner Tätigkeit gewesen. Früher kämpfte ich für eine frauenfreundliche Geburtshilfe, etwa für Bewegungsfreiheit, Trinken und Essen während der Geburt und dafür, auch den Partner einzubinden. Das war vor 30 Jahren keine Selbstverständlichkeit. Mit der Ausbildung zur Still- und Laktationsberaterin unterstütze ich Frauen, die stillen wollen, was für jedes Kind ein gutes Startkapital ins Leben ist. Heute haben Babys oft „Startschwierigkeiten“. Ich berate und betreue Eltern mit „unruhigen“ oder „Schrei“-Kindern.

Die „Welt der Frau“ habe ich als junges Mädchen immer bei meiner Mutter „mitgelesen“. Für mich war ganz klar, die Zeitschrift weiter zu abonnieren, nachdem meine Mutter gestorben war. Es ist immer etwas dabei, was mir gefällt und was für mich und meine Lebenssituation passt. Und wenn ich die „Welt der Frau“ ausgelesen habe, verschwindet sie nicht etwa im Papierkorb, sondern wird an meine Freundinnen weitergegeben, die auch ihre Freude daran haben.