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Lust oder Last?

Die Lust, die mir das Arbeiten an meinen Projekten spätabends und in jeder freien Minute bereitet, ist begleitet von der Last der Abgabetermine. Darüber hinaus wurden meine berühmten, kilometerlangen To-Do-Listen wieder aktiviert. Freundinnen und Freude versuche ich nun am Tag und in Begleitung von dem kleinen Rabauken zu treffen, und die Nächte sind immer noch sehr kurz und unterbrochen. Michaels Schläfchenzeiten am Tag sind meine Computerarbeitsstunden, und während der Spaziergänge werden Telefonate erledigt. Es ist sehr befriedigend unter diesen verschärften Bedingungen etwas weiterzubekommen und zu sehen, wie die Ideen und Resultate sprießen.

Aber alles hat seinen Preis: der Hasushalt bleibt lange liegen, Freizeit gibt es kaum mehr und der Leistungsdruck schwebt wieder über mir und treibt mich an. Trotzdem fühle ich, dass es wichtig für mich ist um mir selbst und meinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Einem Freund habe ich auf seine Frage hin, wie ich das alles schaffe, gesagt: „Es gibt nur mehr Kind und Arbeit, alles andere kommt weit dahinter abgeschlagen.“ Es fühlt sich an wie eine spezielle Fastenkur. Stichwort Verzicht: Ich verzichte auf Aktivitäten, die mir weder Lust noch Entspannung bringen, ich verzichte auf Personen, die mich runterziehen, ich verzichte auf lange, zermürbende Grübelstunden, die mich vom echten Tun abhalten. Vor allem das Letztere ist äußerst befreiend. Worauf ich allerdings nicht verzichten kann ist Zeit mit meinem Partner zu verbringen, in der es nicht nur um Windeln und Babybrei geht, und mir in den Stunden, in denen ich mich um unser Söhnchen kümmere, einen vortrefflichen Deppen herunterzureißen um ihn glücklich glucksend und mit viel Spaß zu unterhalten.

 

 

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