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Magdalena in Lesotho ... Die Rolle der Frau

Obwohl Lesotho ein kleiner Staat ist, haben auch hier die Frauen wenig Rechte. Sie verbringen ihre Freizeit zuhause, kümmern sich um Kinder
und Haushalt und bekommen dabei von ihren Männern wenig bis keine Unterstützung. In der Öffentlichkeit dürfen sie weder rauchen noch Alkohol trinken, Besuche in Bars oder Clubs sind nicht gerne gesehen und nach Einbruch der Dunkelheit finden sich nur noch leichte Mädchen auf den Straßen. Die Freizeit gestaltet sich deshalb meist innerhalb der eigenen vier Wände, was natürlich – vor allem für junge Frauen – nicht gerade das Spannendste ist. Auf die Frage, ob sie es nicht unfair finden, anders behandelt zu werden, als ihre Brüder antworten die Mädchen mit: „Nein, wieso. Das ist Lesotho einfach so.“  Auch, wenn wir in Österreich all diese Freiheiten genießen dürfen, legen die Frauen in Lesotho eine Ästhetik und Würde an den Tag, welche man in unserer Heimat selten bei einer Frau findet.

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Eine meiner Schülerinnen.

Darüber hinaus haben Basotho-Frauen meist eine höhere Bildung als Basotho-Männer, da diese früh anfangen müssen, in Mienen oder als Hirten zu arbeiten. Mädchen dürfen länger die Schule besuchen, sind vielseitig interessiert und in vielen Bereichen der Wirtschaft, der Bildung und dem Gesundheitswesen zu finden, wie zum Bespiel: Schneiderinnen, Lehrerinnen, Krankenpflegerinnen…

Auch bei meinen Schülerinnen bin ich oft überrascht von ihrem handwerklichen Geschick, ihrer Neugierde und der schnellen Auffassungsgabe, was sie auch im Computerunterricht (siehe Foto oben) unter Beweis stellen.

Oft stoßen wir auch auf skurrile Geschichten, was eine Frau zu tun und zu unterlassen hat. So ist das Frühstücksei in Österreich keine große Sache, in Lesotho jedoch ist es untersagt, diese harmlose Mahlzeit unter einem bestimmten Alter zu sich zu nehmen, da sie aufgrund der Proteine die Fruchtbarkeit steigert und dies nur bei verheirateten Frauen erwünscht ist.

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