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Magdalena in Lesotho ... ein Leben mit HIV

Es ist ein Thema, das wohl nie an Gewicht verlieren wird, vor allem nicht in einem Land mit einer tendenziell steigenden Rate (laut offiziellen Angaben 38%). Die Dunkelziffer der von HIV+ betroffenen Menschen ist sehr viel höher, etwa jede zweite Person lebt mit dem Virus. Kinder sind dabei keine Ausnahme, da sie mit der Krankheit oft schon während der Geburt angesteckt werden. Demensprechend niedrig ist die Lebenserwartung. So trifft man, anders als in Österreich, sehr wenige alte Menschen an.

Für mich ist es, aufgrund der Aufklärung, die ich in Österreich bekommen habe, oft schwer, damit umzugehen und ich ertappe mich dabei, wie ich mich frage, wer wohl infiziert ist und wie stark ich mich selbst schützen muss, wenn sich zum Beispiel spielende Kinder das Knie aufschlagen und Blut dabei im Spiel ist. Die Basotho selbst gehen mit dieser (wie wir es bezeichnen würden) Volkskrankheit sehr gelassen um. Für sie ist es weniger eine Krankheit, sondern einfach Teil des Lebens, da sie ja oft schon von Kindheit an, damit leben müssen. Sie sind deshalb auch nicht betrübter Laune, sondern dankbar für jeden Tag und bei den meisten erkennt man den Ausbruch der Krankheit nur daran, dass sie abgemagert sind.

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Schätzungen zufolge lebt jeder zweite in Lesotho mit dem HI-Virus. Kinder bilden da keine Ausnahme.

Die Regierung ist sich dieses Problems natürlich bewusst und stellt Aufklärungsprogramme, wie zum Beispiel: „Know your status“ auf die Beine, um die Bevölkerung zu ermutigen, sich testen zu lassen. Prominenten und Flyer werben für Aufklärungsseminare und auf den Sraßen sieht man Werbeplakate für die Benutzung von Kondomen. Was wir uns in Österreich für unser Leben mitnehmen können, ist die Fröhlichkeit und das Ja zum Leben!

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