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Magdalena in Lesotho ... Neue Dressen für meine Mädels

Mit mittlerweile 24 Schülerinnen aus dem Mazarrello-Center (es werden wöchentlich mehr) spiele ich täglich in ihrer Mittagspause eine halbe Stunde Fußball. Da die Mädchen leider kein Sportgewand besitzen, trainieren sie in ihren Schuluniformen (Rock und Bluse) und tragen keine oder ungeeignete Schuhe. Von Ballerinas bis zu Stiefeln ist alles dabei. Die Folgen daraus sind: dreckige Uniformen, schmerzende Zehen, kaputte Schuhe, und herumfliegende Ballerinas.

Eine österreichische Fußballmannschaft erfuhr von diesem Problem und beschloss kurzerhand, eine Kiste voll mit zwei kompletten Fußballgarnituren nach Lesotho zu schicken. Die Mädchen freuten sich irrsinnig, als sie davon erfuhren, doch wollte ich ihnen die Dressen nicht einfach so geben, sondern diese ehrenvoll einweihen. Deshalb organisierte ich ein Match: Mazzarello-Mädchen vs. Lady soccer team der High school – diese trainiere ich dreimal die Woche am Nachmittag. Bei diesem Match fühlte ich mich aber eindeutig verantwortlich für die Mazzarello-Schülerinnen, da ich diese auch in Englisch unterrichte, die einzelnen Mädchen schon ziemlich ins Herz geschlossen habe und die High school-Spielerinnen sowieso einen zweiten Coach haben.

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Mannschaftsfoto – die Dressen aus Österreich sind in Lesotho eingetroffen.

Mittwochnachmittag war es dann soweit. Viele interessierte ZuseherInnen versammelten sich. Durch die neuen Trikots top motiviert, konnten die Schülerinnen den Anpfiff gar nicht mehr erwarten. Endlich startete das Match, bei starker Hitze auf dem trockenen und staubigen Fußballplatz unserer Mission. Obwohl meine Mädchen nach ein paar Minuten durch ein unglückliches Eigentor in Rückstand gerieten, bewiesen sie Stärke und glichen in der zweiten Halbzeit auf 1:1 aus. So sollte es bis zum Schlusspfiff auch bleiben.

Ich bin irrsinnig stolz auf sie, da das Highschoolteam aus viel besseren Einzelspielerinnen besteht und auch schon länger, öfter und mit besseren Equipments trainiert. Meine Mädchen jedoch, die erst seit einem Monat Fußball spielen, haben all dies durch Kampfgeist und Teamstärke wettgemacht.

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