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Magdalena in Lesotho ... Sambia (1)

Da die Schulen in Lesotho von Mitte Juni bis Ende Juli kältebedingt geschlossen sind, wurden wir nach Sambia geschickt, um uns dort Missionen, Schulprojekte und Waisenhäuser der Salesianer und Don-Bosco-Schwestern anzuschauen. Ein Bus sollte uns in 15 Stunden von Johannesburg nach Lusaka (Hauptstadt Sambias) bringen. Dieser war voll mit sambischen Businessfrauen, die monatlich zwischen zwei Ländern hin und her pendeln, um ihre Ware (Decken, Matratzen, Betten, technische Geräte usw.) in großen Mengen in Südafrika einzukaufen und am Markt von Sambia wieder zu verkaufen. Die Gesellschaft im Bus war sehr angenehm und uns wurde auch gleich gelernt, wie man auf Bemba (einer der 16 offiziellen Sprachen Sambias) richtig grüßt.

Das erste aufregende Erlebnis hatten wir um 2 Uhr morgens am Grenzübergang von Südafrika nach Simbabwe (liegt zwischen Südafrika und Sambia). Meine Kollegin und ich mussten dort ein Aufenthaltsvisum beantragen, weshalb wir ein bisschen länger brauchten. Als wir das Grenzgebäude verließen, mussten wir entsetzt feststellen, dass der Parkplatz leer war. Wir fingen an zu laufen, da schließlich auch unser Gepäck noch im Bus war. Schließlich fanden wir ihn an der Autobahnauffahrt wartend. Als wir einstiegen, klatschten und jubelten alle Frauen. Sie hatten, als der Bus losfuhr, den Busfahrer angeschrien, er solle sofort stehenbleiben und auf ihre zwei weißen Freundinnen warten. Wir waren von dieser ehrlichen Freundlichkeit und Hilfbereitschaft sehr gerührt. Am Morgen passierte das Zähneputzen am Straßenrand neben Pavianen, die in Sambia auf der Straße, auf Bäumen und Hausdächern allgegenwärtig sind.

Da unser Bus die Strecke aufgrund einer Panne dann doch nicht in 15 Stunden schaffte, kamen wir um Mitternacht in Lusaka an. Sandra und ich hatten keine Unterkunft, weshalb uns eine der Frauen kurzerhand zu sich nach Hause mitnahm. Sie wohnt zusammen mit ihrer Schwester und betreibt in der Stadt ein kleines Druckerunternehmen. Dort werden Plakate und Einladungen erstellt oder für ein paar Cent Dokumente und Papiere kopiert. Außerdem verkauft sie Drucker und Druckerzubehör, welche sie monatlich in Südafrika ersteigert. Mit ihrem Freund, der in Johannesburg lebt, ist sie seit zwei Jahren zusammen. Ihre Schwester war früher beim Militär, musste allerdings aus körperlichen Gründen zurücktreten. Zwei faszinierende, überaus gastfreundliche junge Frauen, mit denen wir eine wunderschöne Zeit verbringen durften!

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