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Mama, Papa, Mapa!

Unser Dreikäsehoch hat wieder etwas Neues im Repertoire, um uns zum Staunen zu bringen. Dass er seit Monaten bereits Papa sagt und meint, ist kein Geheimnis. Ich habe es verkraftet – kein liebliches Mama ist als erstes über seine Lippen gekommen – was soll’s! Mama gibt er mittlerweile auch seit einigen Wochen zum Besten und zwar mit so einem herzerweichenden Tonfall, dass ich es auch durch drei Wände durchhören würde. Seine Wortkreation „Mapa“ gibt mir allerdings Rätsel auf.

„Mapa, Mapa!“ Was er wohl damit meint? Sollen wir beide erscheinen um ihn zu trösten, zu halten oder zu bekuscheln? Oder meint er, es soll einfach irgendwer von uns beiden kommen, egal wer? Vielleicht ist es aber auch einfach ein allgemeiner Appell, wie „Hilfe“. Sind wir ohnehin nicht alle Eltern immer im Ansatz Vater und Mutter gleichzeitig? Elternteil ist ein merkwürdiges Wort. Elternmensch, Altmensch, Ältestmensch. Eltern stammt von dem Plural der Steigerung von „alt“. Die Älterperson, das Älterstwesen. Es ist schwierig, eine Alternative für das Wort Elternteil und einen Begriff ohne geschlechtliche Zuschreibung zu finden. Wie genial und einfach: Mapa! Unser Sohn hat die Lösung gefunden. „Ich bin jetzt ein Mapa, und du? Bist du schon Mapa oder lasst ihr euch noch Zeit? Seit wann bist du Mapa, wo ist ein Mapa von Michael? Wie viele Mapas hat Marla?“ Mapa werden ist nicht schwer, Mapa sein dagegen sehr, zumindest manchmal.

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