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...heute gibt's Poesie für's liebe Vieh...

Heute, meine Damen und Herren, ist ein wichtiger Tag für mich! Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten und vielen Freundinnen (warum nur sind es immer großteils die Frauen, die sich für ehrenamtliche Projekte so ins Zeug hauen :-)?) sammeln wir am Nachmittag Knete, Flocken, Flieder, Scheine, Lebensspender mit Kaufwertaufdruck! Und das aus ganzem Herzen. Im kleinen Landgasthof „Froschauer in St. Marienkirchen bei Schärding“, dessen Wirtin auch der Tierfreundinnengruppe angehört, veranstalten wir einen fröhlichen Benefiz-Nachmittag für Straßenhunde. Wir musizieren, tragen tierische Texte vor, bieten eine Tombola und sorgen für eine heitere Viecherei. Damit sammeln wir Geld, damit die armen, verschüchterten, immer auf der Abschussliste der Menschen stehenden Hunde in den Straßen eines sonst sehr geachteten Nachbarlandes kastriert werden können. Damit sich das Elend zumindest nicht in unzähligen weiteren Hundegenerationen fortsetzt.

Bei oberflächlicher Betrachtung des Themas könnte man vielleicht genervt einwenden, dass es ja eh nichts hilft, ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, wenn ein paar Hunderter die Besitzer wechseln, die Leute dort selber auf ihre Tiere schauen mögen, und dass es auch unter den Menschen so viel Elend gibt, da muss man zuerst helfen.

All diese Argumente lasse ich gelten, sie sind nachvollziehbar und im Ansatz ehrbar. Aber man kann es auch mit den Augen der Liebe und einem Herzen voller Mitgefühl für alles, was Gott auf dieser Welt geschaffen hat, sehen. Herum zu meckern, zu kritisieren, besserwisserisch eigene Thesen zur Lage der Welt am Stammtisch ausbreiten, die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, die Schlechtigkeit der Welt beklagen, etc. bringt uns keinen Millimeter weiter, macht keinen Kindermagen satt, rettet kein Tier vor der Folter auf der Straße. Es gibt viele Missstände, gewiss. Und man muss etwas tun. Nichts ist zu wenig, keine Aktion zu gering, und jede noch so bescheidene Spende ist eine Gabe der Liebe, des Mitgefühls, der Menschlichkeit. Niemand von uns wird die Welt in ihrer Ganzheit erretten können. Doch jeder kann eine Kleinigkeit jenseits des alltäglich Notwendigen für andere spenden, für Mitgeschöpfe ein bisschen was tun, zupacken, nicht wegschauen. Und am Ende des Tages mit dem guten Gefühl einschlafen, dass dieser Tag mit offenen Augen und nicht umsonst gelebt wurde.

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