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Spiegel und Erinnerungen

In Momenten in denen ich nicht mit der Pflege unseres Kleinods beschäftigt bin driften meine Gedanken ab und ich denke an meine eigene Kindheit. Vor allem während der langen Spaziergänge im Park ums Eck. Freude, Liebe, Kummer und die Sehnsucht nach der kindlichen Leichtigkeit, die jeder von uns nur einmal im Leben erfahren darf. Ich denke an meine ersten Erinnerungen, die durch die Fotos, die es von mir aus dieser Zeit gibt, geprägt sind. Der Duft des Parfums meiner favorisierten Kindergartenpädagogin, mein erster Solotanz auf einer Volksfestbühne, der erste Kinderfasching, meine erste beste Freundin. Michaels aktive Erinnerungszeit liegt noch Jahre vor ihm. Trotzdem bin ich überzeugt, dass Erinnerungsfetzen aus dieser allerersten Zeit sein Unterbewusstsein und sein Wesen prägen werden.

Werden wir die Eltern, die Michael verdient? Wird unsere Beziehung von Respekt und Achtsamkeit geprägt sein? Werden wir unserem Kind Chancen geben und sein Urvertrauen stärken? Wir haben gute Absichten, aber wer weiß schon, was das Leben noch für uns bereithält. Jedenfalls kann ich die schleichende Transformation zur Mutter eines Menschen nicht negieren. Ich bin jetzt schon eine andere und lasse mich treiben im Fluss meines neuen Lebens, das jeden Tag Herausforderungen und Entscheidungen mit sich bringt.

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