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Tag #1: Commenda erobert Rom

Es heißt, nur wenn man zu Fuß ginge, komme die Seele gleichzeitig mit dem Körper an. Mit dem Zug nach Rom zu fahren kommt dem Seelentempo vermutlich fast genau so nahe –  eine Nacht im Liegewagen kann ganz schön lang dauern …

Als hätte sich mein Unbewusstes bereits auf das Motto meiner Reise – 10 Tage Entschleunigung – eingeschwungen, beschert es mir zwei Stunden Untätigkeit auf dem Bahnhof Meidling. Was ich beim hastigen Blick auf mein Ticket für die Abfahrtszeit gehalten hatte, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Ankunftsdatum. Aus dem zugigen Schanigarten, den ich als erstes ansteuere, trolle(y) ich mich nach 20 Minuten wieder, weil noch immer niemand Notiz von meiner Anwesenheit genommen hat. Dann trinke ich (!) einen koffeinfreien (!!) Cappuccino bei McDonalds (!!!) und werde mit einem Werbespruch für Frozen Yogurt beschenkt:

Belohne dich – irgendetwas wirst du schon richtig gemacht haben.

Dann sitze ich am Bahnsteig und beobachte die Zeit dabei, wie sie sich deeeeeeeehnt.

Vierzehn Stunden später Ankunft in Roma Termini. Die erste Stunde in der ewigen Stadt verbringe ich damit, die Gepäckaufbewahrung zu finden. Macht nichts, Commenda hat ja Zeit. Dann tue ich,  was ich in jeder fremden Stadt als erstes tue: einfach loslaufen, ohne Plan und ohne Ziel, die Atmosphäre inhalieren, mich treiben, mich ziehen lassen.  Nicht einmal eine Rome App habe ich auf dem Smartphone.

Die Stadt ist geschäftig und gemächlich zugleich. Im Umkreis von 20 Metern entdecke ich drei Uhren, von denen jede eine völlig andere Zeit anzeigt. Der erste Cappuccino lächelt mich an. Das Kolosseum und die davor wartenden Touristenschlangen umkreise ich in der Mittagshitze. Am Plaza di San Gregorio esse ich Thunfischsalat und bin überrascht von der Stille, die plötzlich das Verkehrsrauschen rund um mich übertönt.

Es ist später Nachmittag, als ich von meinem airbnb-Gastgeber Alessandro freundlich-distanziert begrüßt werde. Mein Körper ist angekommen, verschwitzt und müde. Meine Seele? Auch schon da.

Mein Plan für morgen: Zeit haben, einen Sonnenhut kaufen und Gelb sehen.

Begleiten Sie mich?

 

Kommentare

4 thoughts on “Tag #1: Commenda erobert Rom”

  1. Claudia Karner sagt:

    Was für eine schöne Idee zu reisen!
    Ich begleite Sie/dich gerne, liebe Laya Kirsten Commenda!

    1. Das freut mich aber, liebe Claudia Karner!

  2. Margarete sagt:

    klaro werd ich dich begleiten 😉
    Hab eine lebendige Zeit, gespickt mit Stille. Hab viele Begegnungen, abwechselnd mit Alleinsein mit dir; Hab gaaanz viel Freude um dich – gepaart mit Glücklich-sein! Hab einen WUNDERbaren Urlaub, liebe Laya Kirsten

    1. Danke, liebe Margarete… schon jetzt eine Reise voller WUNDER!

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