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Tag #7: Commenda sucht Plan A

Mein Kopf will ans Meer. Mein Körper sagt Nein. Da draußen ist Rom, hier drinnen bin ich. Ein Tag der Erkenntnisse.

Aber was soll denn Alessandro denken, wenn ich den ganzen Tag in seinem Garten herumhänge? Und was, wenn mir am Ende des Tages nichts einfällt, was ich den „Welt der Frau“ LeserInnen erzählen könnte?

Meinem Körper ist das egal. Ein bisschen bereue ich nun, so getan zu haben als wäre ich 17, anstatt zum Ducati Fahren eine Jacke überzuziehen (aber nur ein bisschen. Schnupfen ist ein kleiner Preis für einen solch großen Moment).

Irgendwann gibt mein Kopf sich geschlagen und ich bleibe ultimativ entschleunigt bis Mittag im Bett. Be Excellent at Anything heißt das spannende Buch, das ich lese. Es fordert mich auf, mich regelmäßig physisch, emotional, mental und spirituell zu regenerieren. Ich klopfe mir auf die Schultern. Was mache ich wohl gerade?

An einer anderen Stelle wird der Ratschlag der Harvard-Präsidentin Drew Gilpin Faust an AbsolventInnen der Universität zitiert:

Das Leben ist lang. Für Plan B ist immer noch Zeit – aber du solltest nicht damit beginnen.

Hätte mir, als ich jung war, jemand einen solchen Rat erteilt – hätte ich darauf gehört? Was wäre mein Plan A gewesen? Das Schreiben und die Sprache habe ich immer schon geliebt, Physik und Mathematik habe ich studiert, weil … ach, ich habe vergessen, warum. Ich hoffe, die ehrenwerte Mrs. Faust wird mir verzeihen, dass ich mir ihre klugen Worten ein wenig zurechtbastle:

Das Leben ist lang. Für Plan A ist immer noch Zeit – aber du solltest JETZT damit beginnen.

Im zärtlichen Licht der Abendsonne wage ich mich schließlich doch noch aus meiner Höhle. Humpelnd erkunde ich die Gegend rund um Alessandros Garten und entdecke Rom, wie es nicht im Reiseführer steht:

  • Gori Gelato an der Piazza Menento Agrippa, wo es acht (!) Sorten Schokoladeeis gibt – kein Wunder, dass sich hier der ganze Stadtteil zu treffen scheint!
  • eine historische Brücke über den Fiume Aniene, einen Nebenfluss des Tiber
  • und die Riva Aniene, eine Bar am Ufer des Aniene, in der noch niemand von Campari Milano gehört hat – aber ich bin auch mit einem Aperol Spritz zufrieden …

Ein würdiger letzter Abend in der Capitole. Morgen geht es entschleunigt weiter nach Florenz – hat jemand einen Tipp für mich?

Kommentare

2 thoughts on “Tag #7: Commenda sucht Plan A”

  1. Claudia Karner sagt:

    Na so was! Kein Campari Milano?
    Das Rezept dafür hängt bei uns an jeder Campari-Flasche!
    Einen schönen Tag in Florenz
    wünscht
    Claudia
    (Die guten Tipps spar‘ ich mir lieber!)

    1. Sobald ich wieder in heimischen Gefilden bin, mixe ich mir einen. Cranberrysaft soll ja soooo gesund sein!

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