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Viel Feind, viel Ehr

Die Autorin hat ihre vielschichtigen Erlebnisse als Managementtrainierin hier kompakt zusammengefasst. Es gelingt ihr, erstklassige Bilder zu entwerfen. Wie die Vision des Kompetenzraumes, über das jede und jeder verfügt: Worin liegen unsere Fähigkeiten und Stärken, in der Kommunikation, im Planen, im kreativen Bereich des Schreibens? Hier geht es direkt zur Sache und mitten hinein in die Kommunikation des Arbeitslebens: Warum fühlt sich Andreas immer übergangen? Warum schleimt sich dieser Reinhard überall ein? Warum schaut Sabine immer den Erfolgreichen hinterher, die mit ihren Ideen hausieren gehen.

Viele Menschen haben daheim gehört und dabei gelernt: Das ist nichts für uns. Wir sind kleine Leute. Da gehören wir nicht dazu. Geld stinkt. Wer sich nicht bewusst macht, dass diese Prägung wie ein Untertitel durch die unterschiedlichen Schritte der Karriere mitlaufen, der sorgt dafür, dass der Untertitel Recht behält. Man hört mit dem Studium auf, schließlich stammt man aus kleinen Verhältnissen. Man verliert sein Geld – bei Spekulationen, an unseriöse Partner – weil man unbewusst ja doch glaubt, dass es einem einfach nicht zustehe erfolgreich zu sein.

Menschen, die zu sich selbst ein entspanntes und liebevolles Verhältnis haben, sind theoretisch in der Lage, mit jeder Situation, egal, wie schwierig sie ist, fertig zu werden. Denn im Zustand der unbeschwerten Liebe zu sich selbst sind Sie unverwundbar, und es fällt Ihnen sehr leicht, es auszuhalten, einmal unbeliebt zu sein.

Gut ausgewählte Beispiele und Hinweise zu Veränderungen in kleinen wie großen Schritten machen das Buch so gut lesbar. Es ist kein billiger Ratgeber, der die Schuld immer bei den anderen sucht und vorgibt, man sei immer und überall seines Glückes Schmied. Das Bild, den Sperrmüll für die eigenen miesen Gedanken und Gefühle in Bezug auf die eigene Leistung zu rufen, nehme ich mir davon mit. Ach ja, auch die Vision von dem Kerzenleuchter im Kompetenzraum, jede Kerze steht für eine besondere Fähigkeit.

Was Sie versäumen, wenn Sie das Buch nicht lesen: Sie gehen morgen wieder freundlich lächelnd in eine Sitzung, bei der Sie schon längst Klartext reden sollten. Sie sind auch übermorgen noch jedermanns Liebling, das glauben aber nur Sie.

Die Autorin prägt griffige Sätze, entwirft bekannte Szenarien, ermuntert und stärkt.

 

Diana Dreeßen:

Mach dich unbeliebt und glücklich und nimm dir vom leben, was du willst!

München: Dtv Premium.

Christina Repolust

wurde 1958 in Lienz/Osttirol geboren. Sie schloss das Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg ab. Seit 1992 ist sie Leiterin des Referats für Bibliotheken und Leseförderung der Erzdiözese Salzburg und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache. Zudem leitet sie Literaturkreise und Schreibwerkstätten für Groß und Klein. Ihre Leidenschaft zu Büchern drückt die promovierte Germanistin so aus: „Ich habe mir lesend die Welt erobert, ich habe dabei verstanden, dass nicht immer alles so bleiben muss wie es ist. So habe ich in Romanen vom großen Scheitern gelesen, von großen, mittleren und kleinen Lieben und so meine Liebe zu Außenseitern und Schelmen entwickelt.“

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