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Vorbereitung ist die halbe Miete
Vorbereitung ist die halbe Miete

Mein Mann und ich haben eine Liste. Eine ominöse Liste mit Dingen, die wir, bevor der Kleine auf die Welt kommt, noch erledigen wollen. Waren wir die ersten Monate noch sehr zuversichtlich, wirklich jeden auch noch so kleinen Punkt, den wir ohnehin bereits Jahre vor uns hergeschoben hatten (Stichwort „weiße Fugen im Bad wieder richtig weiß machen“), bravourös abzuhaken, so stellt sich die momentane Ist-Situation etwas anders dar. Wir haben beschlossen, aus akutem Zeitmangel und wegen ständig neuer Punkte massiv umzustrukturieren und einen eigenen Unterpunkt „Haushaltsverbesserungen für den Sankt-Nimmerleins-Tag“ anzuführen, wohin alle Unterpunkte verfrachtet werden, die uns jetzt einfach nicht mehr realisierbar erscheinen (wer braucht schon eine alphabetisch geordnete Gürtelsammlung). Dinge, die der Kleine wirklich braucht und die uns das Leben als junge Familie erleichtern werden, haben einfach Vorrang.

So nett es ist, die Wochenenden mit Ausmalen, Wickelkommode installieren und Mobile basteln zu verbringen, das Gefühl, wirklich wesentliche Dinge mangels Erfahrung vergessen zu haben, bleibt. Werden wir, wenn wir mit dem frisch geschlüpften Kleinod nach Hause kommen, realisieren, dass wir uns viel zu viele Gedanken gemacht haben im Vorfeld oder werden wir die ersten Wochen noch sehr viel nachjustieren müssen, was uns in unserer prä-elterlichen Naivität nicht in den Sinn gekommen wäre? Darüber hinaus gebe ich mir Mühe, gut gemeinte Ratschläge von bereits mit Kindern gesegneten Freundinnen und Freunden zu beherzigen. „Schlaft um euer Leben!“ oder „Genießt die Zeit als Liebespaar und geht so oft schick Essen und aus, wie ihr könnt!“. Ein lieber amerikanischer Freund veranstaltet in den nächsten Tagen für mich und seinen kleinen Namensvetter einen Babyshower und ich platze vor Neugierde, was mich erwarten wird. Ich freue mich so auf meine Freundinnen und Freunde und auf die gemeinsame Zeit. Darüber hinaus genießen wir die letzten Tage der Schwangerschaft so gut es geht neben Arbeit und der Liste, die schier kein Ende nimmt, und können es kaum erwarten, unseren Sohn endlich in den Armen zu halten!

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