11

17

Aktuelle
Ausgabe:
Zum Shop
Weihnachten in Lesotho

In kurzen Hosen und T-Shirts, bei 35 Grad Celsius, ist dieses Jahr nicht so wirklich die gewohnte Weihnachtsstimmung eingetreten. Und das, obwohl überall Lieder wie „White Christmas“ und „snow is falling“ gespielt worden sind.

Allgemein ist Weihnachten keine große Sache in Lesotho. Man merkt, dass es sich um ein „importiertes“ Fest handelt und die Leute nicht so euphorisch sind, wie bei traditionellen Veranstaltungen. Zum Beispiel sind die Kirchen an diesen Tagen weniger voll, als an einem normalen Sonntag. Gefeiert wird nur am 25. Dezember. Die Familien essen zusammen und dann werden Verwandte, Freunde und Nachbarn besucht. Es gibt weder Christbaum noch Weihnachtsdekoration. Geschenke bekommen nur die Kinder, meistens neue Kleidung, die dann noch am selben Tag stolz präsentiert wird. Dadurch boomt, genauso wie in Europa, die Wirtschaft in der Vorweihnachtszeit enorm. Die Straßen sind voll von Menschen, Autos und kleinen Läden, in denen man von Kinderunterhosen bis Kappen und Sonnenbrillen alles für Weihnachten bekommt. Die BesitzerInnen dieser Stände fahren zu dieser Zeit meist nach Johannesburg oder Durban in Südafrika, um ihre Läden aufzustocken. Deshalb, und weil StudentInnen und ArbeiterInnen frei bekommen, um ihre Familien zu besuchen, sind die Straßen überfüllt mit Bussen, Taxis und privaten Autos. Leider passieren dadurch, dass die Taxifahrer wegen des guten Geschäfts oft mehr als 12 Stunden ohne Pausen durchfahren, viele Unfälle, welche nicht selten Tote zur Folge haben, da Gurte und etwaige Sicherheitsvorkehrungen nicht existieren.

Um ein bisschen österreichische Weihnachtsstimmung nach Lesotho zu bringen haben wir mit den Kindern der Pre-school Weihnachtskekse gebacken und ein Krippenspiel mit Weihnachtsliedern einstudiert. Der „Drummer boy“ ist bei den SchülerInnen auf große Begeisterung gestoßen!

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.