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Wie die Zeit vergeht...

Mit gekräuselter Stirn und hochkonzentriert sortiert Michael seine Bauklötze um. Er interessiert sich besonders für Dinge, die rascheln, blinken und fahrbar sind, und außerdem will er von Essen bis Gehen alles am Liebsten sofort selber machen und protestiert lauthals, wenn er festgeschnallt oder sonst zu sehr als Baby behandelt wird. Seine mittlerweile fünf klitzekleinen Porzellanzähnchen zerlegen gekonnt komplexere Mahlzeiten und wenn er so am Boden sitzt, spielt und glucksende Laute von sich gibt, wirkt er eigentlich gar nicht mehr wie ein Baby, sondern viel mehr wie ein junger Bub!

Das ist es also, das alle meinen: mit einem Kind vergeht die Zeit so schnell und die Kleinen wachsen im Eiltempo. Bewusst wird mir das vor allem, wenn ich kleinere Babys sehe. Besonders bei Neugeborenen überkommt mich ein wohlig-warmes Gefühl von Nostalgie und Wehmut. Ich habe zwar alle Strapazen, Ängste und den permanenten Erschöpfungszustand noch präsent – dennoch blicke ich jetzt nach so wenigen Monaten schon gerne zurück und betrachte die Fotos aus der ersten Zeit mit einem weinenden und einem lachenden Auge – schließlich ist diese besondere erste gemeinsame Zeit für immer vergangen. Das Stillen liegt ebenso hinter uns und die Zeit der Wiedereroberung persönlicher Freiheiten ist gekommen. Zwar ist der Geburtstag unseres Sohnes erst im September, dennoch habe ich bereits jetzt das Gefühl, eine erste echte Veränderung liegt hinter uns: mein Baby wird erwachsen!

 

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